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SD-WAN oder MPLS: Was ist die richtige Wahl?

Direkte Antwort

SD-WAN ab 3 Standorten, bei Cloud/SaaS-Nutzung und Multi-Access (Glasfaser + LTE); MPLS für vertraglich garantierte Ende-zu-Ende-QoS (Sprache, Echtzeit-ERP) bei stabilem Perimeter. Beides lässt sich kombinieren.

Beide Technologien beantworten dieselbe Frage — Standorte verbinden — mit gegensätzlicher Philosophie.

SD-WAN: Eine Appliance (oft eine NGFW) je Standort baut verschlüsselte Tunnel über beliebige Internetzugänge, zentral verwaltet. Stärken: schnelles Rollout, lokaler Breakout zu Cloud und SaaS (Microsoft 365 geht direkt raus, ohne Umweg über die Zentrale), Multi-Transport (Glasfaser + 4G/5G-Backup), geringe Zugangskosten. Ab 3 Standorten oder cloudlastigem Verkehr die natürliche Wahl.

IP/MPLS: Ein vom Carrier betriebenes privates Netz mit vertraglich garantierter Ende-zu-Ende-QoS — das kann kein Tunnel übers Internet versprechen. Weiterhin richtig für kritische Sprache, Echtzeit-ERP oder einen stabilen Perimeter weniger Standorte ohne Cloud-Abhängigkeit.

In der Praxis ist hybrid üblich: MPLS an kritischen Standorten, SD-WAN überall sonst — mit schrittweiser Migration zum Vertragsende.

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